EIN ELEKTRONISCHER FRAGEBOGEN BRINGT DAS NACHHALTIGKEITSENGAGEMENT AUF DEN PUNKT.

Grundlage der Vergabe des Deutschen Nachhaltigkeitspreises ist ein Wettbewerb. Die Methodik zielt auf maximale Transparenz ab, hält den Bearbeitungsaufwand für die Bewerber überschaubar und soll der Komplexität des Nachhaltigkeitsmanagements in großen und kleinen Einheiten gerecht werden.

Auf der Suche nach vorbildlichen Nachhaltigkeitsleistungen in den Unternehmen verfolgen die Top-Managementberatung A.T. Kearney und das Wuppertal Institut einen integrierten Bewertungsansatz über alle Nachhaltigkeitsdimensionen, alle Wertschöpfungsdimensionen und die Betrachtung des Lebenszyklus von Produkten.

Bei der Vergabe des „Blauer Engel-Preises" tritt die Expertise der Geschäftsstelle Blauer Engel (BMU / UBA / RAL) hinzu.

Die Bewerber füllen einen benutzerfreundlichen elektronischen Fragebogen aus. Sie beschreiben ihre individuellen Nachhaltigkeitsherausforderungen und stellen ihre Nachhaltigkeitsstrategie, entsprechende Maßnahmen in Verwaltung und Wertschöpfung und besonders nachhaltige Produkte und Dienstleistungen dar. Dabei schätzen sie sich jeweils innerhalb von vier Exzellenzstufen ein, die den Entwicklungspfad im Unternehmen von der Erfüllung von Standards über fokussiertes Engagement hin zu Vorbildfunktion mit Differenzierung und Wachstum durch Nachhaltigkeit beschreiben.

Zur Bewertung der „nachhaltigsten Marken" betrachten die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und das Marketing Center Münster die Ebenen Markenführung und Markenwirkung. Die Evaluation der Markenführung fokussiert „inside out" Positionierung/Vision/Führung, Unternehmenskultur, Verhalten und Markenkommunikation, die Analyse der Markenwirkung nimmt „outside in" Markenbekanntheit, Nachhaltigkeitsimage, Glaubwürdigkeit und der Authentizität sowie Preispremium/Loyalität in den Blick. Bewertungsgrundlage sind auch hier belegte Selbstauskünfte der Bewerber innerhalb von vier Exzellenzstufen.